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Mercer Stendal produziert 10 Millionste Tonne Zellstoff

Wir haben es möglich gemacht! So steht es auf einem Banner vor dem Zellstoffwerk Mercer Stendal. Es zeigt die Meilensteine der Produktion auf dem Weg zur 10 Millionsten Tonne Zellstoff.

André Listemann, Geschäftsführer (re.) und Dr. Martin Zenker, Werkleiter (li.) vor der 10 Millionsten Tonne Zellstoff, die im Eingangsbereiches des Werkes ausgestellt ist. Auf einer Tafel können sich alle Mercer Stendal-Mitarbeiter in den nächsten Tagen mit ihrer Unterschrift verewigen.

Seit der Inbetriebnahme 2004 produzierte Mercer Stendal 10 Millionen Tonnen Zellstoff und verkaufte sie an Papierfabriken in aller Welt. Rund 455 Mitarbeiter sind am Standort Arneburg beschäftigt.

Arneburg, 29. Oktober 2020 – Nach 16 Jahren Zellstoffproduktion lief am 14. Oktober 2020 im Zellstoffwerk in Arneburg die 10 Millionste Tonne Zellstoff vom Band. Sie ist Ausdruck der 18 Jahre währenden erfolgreichen Arbeit am Standort Arneburg und markiert einen beachtlichen Meilenstein in der Entwicklung des Unternehmens.

Nach der kurzen, nach Plan verlaufenden zweijährigen Errichtungsphase des Werkes lief im Juli 2004 der erste Zellstoff vom Band. In den Folgejahren ist es gelungen, das Unternehmen erfolgreich am Markt zu etablieren. Mit Produkten hoher Qualität und hoher Zuverlässigkeit ist es gelungen, stabile Kundenbeziehungen in Europa und Asien zu entwickeln. In einigen Bereichen hat das Werk in Arneburg neue Maßstäbe in der globalen Zellstoffproduktion gesetzt. Mit dem Betrieb des größten Biomassekraftwerkes in Deutschland mit einer hohen Energie- und Anlageneffizienz steht das Werk zudem sinnbildlich für die Energiewende. Das Unternehmen sieht sich mit seinen auf Basis nachwachsender Rohstoffe produzierten grünen Produkte als Teil der Bioökonomie und zudem als Teil der Lösung im Prozess der ökologischen Neuausrichtung der Wirtschaft.

Der mit der 10 Millionsten Tonne Zellstoff erreichte Meilenstein stellt eine großartige gemeinschaftliche Leistung dar. Zu diesem Erfolg haben viele Unterstützer aus der Region, der Landes- und der Bundesregierung, Behörden, Kunden, Lieferanten, Geschäftspartner, Sozialpartner und allen voran die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Werkes beigetragen. Die Etablierung dieses bedeutenden Wirtschaftsstandortes in der Altmark wäre ohne diese Hilfe nicht möglich gewesen. Aus diesem Grund ist es der Geschäftsleitung des Werkes wichtig, Danke zu sagen und zu unterstreichen, dass sich das Engagement und die Unterstützung gelohnt haben.

„In der aktuellen Pandemie-Situation verzichten wir auf eine Festveranstaltung“, erklärt Geschäftsführer André Listemann. „Wir bedauern sehr, diesen Meilenstein in unserer Firmengeschichte nicht gebührend würdigen zu können. Wir hoffen, so unseren Beitrag zur Eindämmung des Infektionsgeschehens leisten zu können.“
 

Über Mercer Stendal

Mercer Stendal ist Europas modernstes Zellstoffwerk. Hier wird hochwertiger Langfaser-Zellstoff aus Nadelholz produziert, der unter der Marke Mercer Pulp an Papierfabriken in Deutschland und in aller Welt verkauft wird. Diese verarbeiten den Zellstoff beispielsweise zu grafischen Papieren, Druck-, Hygiene- und Spezialpapieren.

Mercer Stendal ist ein Tochterunternehmen der amerikanisch-kanadischen Mercer International Group. Im Werk sind ca. 455 Mitarbeiter beschäftigt, davon 30 Azubis. Mercer betreibt zwei weitere Zellstofffabriken in Blankenstein/Thüringen und in Castlegar/Kanada sowie ein Sägewerk in Friesau/Thüringen.

Mercer Stendal ist zugleich eines der größten Biomassekraftwerke Deutschlands. Aus den Holz-Bestandteilen, die nicht zu Zellstoff verarbeitet werden können, das sind ca. 50 Prozent des eingesetzten Holzes, wird Bioenergie generiert. Der über den Eigenbedarf hinaus produzierte Grünstrom wird in das öffentliche Netz eingespeist.

Als Rohstoff für die Zellstoffproduktion wird in Stendal ausschließlich Nadelholz eingesetzt, ein besonders umweltfreundlicher, weil nachwachsender Rohstoff. Für die Rohstoffversorgung ist die Tochterfirma Mercer Holz GmbH zuständig. Der Mercer Logistik obliegt die logistische Abwicklung der Auslieferungen des verkauften Zellstoffs.