Bioenergie

Biostrom für die eigene Produktion und das öffentliche Netz

Kraft-Wärme-Kopplung in vollendeter Form

Wir erzeugen große Mengen an Biowärme und Biostrom in einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage. Aus lediglich der Hälfte des Holzes werden Zellstoff und Biochemikalien hergestellt. Der andere Teil der wertvollen Biomasse dient der Erzeugung von Bioenergie.

Bei Zellstoff Stendal werden ständig 135 MW elektrische Bioenergie erzeugt. Damit sind wir Deutschlands größtes Biomassekraftwerk auf Basis fester Biomasse. So entsteht bei der Zellstoff Stendal und ihrem Schwesterwerk in Blankenstein rund ein Fünftel der elektrischen Energie aus fester Biomasse in Deutschland.

Zellstoff Stendal versorgt sich komplett selbst mit Strom. Das Werk erzeugt aber wesentlich mehr Energie, als es zum Betrieb seiner Anlagen benötigt. Zwischen 40 und 50 Prozent der Stromproduktion werden jährlich ins öffentliche Netz eingespeist. Die jährliche Stromproduktion von Zellstoff Stendal würde für die Versorgung von mehr als 250.000 privaten Haushalten ausreichen. Der Strom aus diesem Biomassekraftwerk ersetzt Strommengen, die auf Basis fossiler Brennstoffe erzeugt werden und vermeidet damit rund 800.000 Tonnen CO2-Emissionen.

Ziel der technisch aufwändigen „Kaskadennutzung“ von Holz ist die maximale Wertschöpfung und die effiziente Nutzung des immer knapper werdenden Rohstoffs.

Zellstoffindustrie dieser Art generiert "perfekte" erneuerbare Energie durch maximale Restwärmenutzung. Im Laufe des Produktionsprozesses werden in zwei modernen Rückgewinnungskesseln die restlichen, in der Schwarzlauge gelösten Holzanteile verbrannt. Es entsteht Wärme und Dampf. Dieser Dampf wird erst zur Stromerzeugung genutzt und dann dem Produktionsprozess zugeführt: Kraft-Wärme-Kopplung in vollendeter Form. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens: Bei dieser Verbrennung werden die eingesetzten Chemikalien zurückgewonnen und können für die Produktion wieder verwendet werden.

In ihrer Effizienz ist die Bioenergieerzeugung in den Zellstoffwerken unschlagbar: Der Gesamtnutzungsgrad beträgt mehr als 60 Prozent bezogen auf die eingesetzte Biomasse, der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung an der Stromerzeugung ist höher als 70 Prozent.