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Bioenergie

Zellstoffproduktion: Effiziente Nutzung der Biomasse Holz

In Arneburg wird das Holz nicht nur zu Langfaserzellstoff verarbeitet, sondern gleichzeitig auch zu hochwertiger Bioenergie.

Die nicht faserigen Bestandteile des Holzes, die nicht als Zellstoff verwertbar sind (Rinde, Äste, Kochlauge u. a.), werden in zwei modernen Dampfkesselanlagen hocheffizient verbrannt. So wird aus rund 50 Prozent des eingesetzten Holzes Zellstofffaser gewonnen, der andere Teil des Holzes wird zur Herstellung von Bioenergie in Form von Wärme als Prozessdampf bzw. elektrischem Strom in Kraft-Wärme Kopplung eingesetzt.

Bei Zellstoff Stendal werden ständig 100 MW elektrische Bioenergie erzeugt. Das Zellstoffwerk in Arneburg ist damit Deutschlands größtes Biomassekraftwerk auf Basis fester Biomasse. Nahezu der gesamte Energiebedarf der Fabrik wird aus dem eigenem Produktionsprozess gedeckt. Ein großer Teil des erzeugten Stromes wird zudem in das öffentliche Netz eingespeist. So entsteht bei Zellstoff Stendal und dem Schwesterwerk in Blankenstein rund ein Fünftel der elektrischen Energie aus fester Biomasse in Deutschland.

Ziel der technisch aufwändigen „Kaskadennutzung“ von Holz ist die maximale Wertschöpfung und die effiziente Nutzung des immer knapper werdenden Rohstoffs.

In ihrer Effizienz ist die Bioenergieerzeugung in den Zellstoffwerken unschlagbar: Der Gesamtnutzungsgrad beträgt mehr als 60 % bezogen auf die eingesetzte Biomasse, der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung an der Stromerzeugung ist höher als 70 %.

Die jährliche Stromproduktion von Zellstoff Stendal würde für die Versorgung von mehr als 250.000 privaten Haushalten ausreichen. Der Strom aus diesem Biomassekraftwerk ersetzt Strommengen, die auf Basis fossiler Brennstoffe erzeugt werden und vermeidet damit rund 800.000 Tonnen CO2-Emissionen.

Zellstoffindustrie dieser Art generiert "perfekte" erneuerbare Energie durch maximale Restwärmenutzung.

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